Innovationskonferenz 2026
Prepared for Tomorrow
Innovationen für eine resiliente Region auch in Krisen, Katastrophen und Konflikten
Wie können wir die Innovationskraft und Netzwerke unserer Region nutzen, um resiliente Strukturen und Systeme zu entwickeln – damit wir auch in Krisen, Katastrophen und Konflikten handlungsfähig bleiben?
Die Innovationskonferenz des Projektes Care for Sustainable Innovation bringt Menschen aus Medizin und Gesundheitsversorgung, Wissenschaft, Technologie, Industrie, Startups, Katastrophen- und Bevölkerungsschutz, Rettungswesen, Kommunen, Politik und Wohlfahrtsverbänden zusammen, um diese Frage zu diskutieren und gemeinsam Antworten zu entwickeln.
Worum es geht?
Die Pandemie, die Flutkatastrophe, die Veränderung der geopolitischen Lage und weitere Krisen zeigen: Resilienz und Sicherheit werden zu einer zentralen Zukunftskompetenz für Städte und Regionen. Die Region Aachen verfügt über innovative Kompetenzen in Wissenschaft und Wirtschaft. Die Forschung und Unternehmen in den Bereichen Telemedizin, KI, Robotik, Aviation, Sensorik, Informations- und Kommunikationstechnologien, Logistik. Digitaler Katastrophenmedizin und vielen weiteren Themen bieten große Entwicklungschancen, unsere Institutionen, Unternehmen und Versorgungssysteme widerstandsfähiger, vernetzter und anpassungsfähiger zu gestalten. Diese Chancen wollen wir nutzen – mit einem besonderen Fokus auf ein belastbares und zukunftsfähiges Gesundheitswesen.
Date Donnerstag, 17.09.2026
13:00 – 19:00 Uhr | Einlass, Expo, Imbiss: ab 12:00 Uhr
Neues Kurhaus Aachen | Monheimsallee 44 | 52062 Aachen
Bus:
vom Hauptbahnhof Linien 3A und 13A, Richtung Ponttor; Haltestelle „Eurogress/Kurhaus“
Auto: Parkhaus Eurogress | Monheimsallee 40 | Aachen
Fahrrad: Fahrradständer am Eurogress und Neuen Kurhaus; Bike Sharing Station nextbke/euregiobike
Programmablauf
Moderation: Anna Hecker
12:00 Uhr
Einlass, Ausstellung, Imbiss
13:00 Uhr
Begrüßung
- Ralf Nolten | Landrat Kreis Düren
- Dieter Begaß | Fachbereichsleiter Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa Stadt Aachen
- Ulla Thönnissen | Geschäftsführerin Region Aachen Zweckverband
13:30 Uhr
Keynote
Innovation im Ernstfall – Warum Forschung, Technologie und regionale Innovationscluster die Voraussetzung für Krisenresilienz sind.
14:00 Uhr
Panels
1. Krisenstab, Ehrenamt und überregionale Kooperation: Wie funktioniert das wirklich?
Moderation: Prof. Dr. Stefan Beckers | Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Stadt Aache
Thema
Kommunen sind im Krisenfall die zentrale Steuerungsebene: Sie koordinieren Einsatzkräfte und andere Ressourcen, treffen Entscheidungen unter Zeitdruck und verbinden Bevölkerungsschutz, Politik und operative Ebene. Gerade in komplexen Lagen mit steigenden Anforderungen an Geschwindigkeit, Datenlage und Koordinationsfähigkeit zeigt sich, wie stark Kommunen in der Krise auf Netzwerke mit ehrenamtlichen Einsatzstrukturen, überregionalen Ebenen sowie Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft angewiesen sind. Erfolgreiche Krisenbewältigung funktioniert heute nur noch im vernetzten Ansatz. Das Panel erörtert die kommunale Schlüsselrolle im Krisenmanagement und zeigt auf, wie Schnittstellen zu Ehrenamt, überregionalen Strukturen sowie Wissenschaft und Wirtschaft wirksam gestaltet werden können. Besonderer Fokus der Paneldiskussion liegt auf den zunehmend kritischen Fragen „Wie können ehrenamtliche Kräfte als Helferinnen und Helfer aktiviert werden?“ und „Wie gelangen innovative Lösungen in Kooperation von Kommunen mit Wissenschaft und Unternehmen schneller in den operativen Einsatz?“
Teilnehmer*innen
- Philipp Allwißner | Stabsstellenleiter Sicherheit und strategische Gefahrenabwehr Stadt Aachen
- Karlheinz Eismar | Leiter Amt für Bevölkerungsschutz Kreis Düren
- Barbara Kowalzik | Leiterin Gesundheitsamt Kreis Düren
- Annika Schmitz | Gesundheitsdezernentin StädteRegion Aachen
2. Dual-Use-Technologien: Sicherheit neu gedacht, Innovation und Standortentwicklung – Welche Zukunftstechnologien kann die Region Aachen für die Sicherheit und Verteidigung in NRW entwickeln?
Moderation: Malvine Klecha, digitalHUB Aachen e.V.
Thema
Innovationen, Schüsseltechnologien und High-Tech-Lösungen für die zivile und militärische Verteidigung gewinnen vor dem Hintergrund einer sich wandelnden globalen Sicherheitsarchitektur, hybriden Bedrohungen, unter Druck stehenden Lieferketten und weiteren Krisen zunehmend an Bedeutung. Viele Defence-Tech-Innovationen stammen als Dual-Use-Innovationen ursprünglich aus der zivilen Forschung und Anwendung oder können dort eingesetzt werden.
Zentrale Kompetenzfelder liegen im Maschinen- und Anlagenbau, in der Werkstofftechnik, der Elektronik sowie in digitalen Technologien. Diese Kompetenzen sind in der Technologieregion Aachen stark vertreten. An der Schnittstelle zwischen Technologie und Verteidigung spielen dabei insbesondere künstliche Intelligenz, Robotik und autonome Systeme, Cybersicherheit, Sensorik und Big Data, Raumfahrtechnologien eine immer wichtiger werdende Rolle. Die strategische Positionierung in technologiegetriebenen Sicherheits- und Innovationsfeldern kann die Wirtschaftsentwicklung in der Region Aachen nachhaltig stärken. Voraussetzung ist eine koordinierte Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie eine klare Einbettung in nationale und europäische Innovationsstrategien.
Teilnehmer*innen
- Enno Dülberg | Geschäftsführer Auxsys GmbH
- Stephan Recher | NMWP.NRW //AeroSpace.NRW
- Ulla Thönnissen | Geschäftsführerin Region Aachen Zweckverband (RAZV)
- Peter Dahmann | Fachhochschule Aachen
- Maurice Herben | Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie IPT
- Oberst Armin Schaus | ZMZ Oberst der Bundeswehr. (angefragt)
3. Medikamente, Material, Menschen: Wie Telemedizin und neue Konzepte die Gesundheitsversorgung in der Krise sichern.
Moderation: Dr. Andreas Follmann | Stellv. Leiter Acute Care Innovation Hub, Uniklinik RWTH Aachen | Präsident Deutsche Gesellschaft für Katastrophenmedizin e.V.
Thema
Resiliente Gesundheitssysteme entstehen nicht erst im Krisenfall. Sie werden heute vorbereitet. Das Panel diskutiert, wie Telemedizin, innovative Versorgungskonzepte und neue Rollen im Gesundheitswesen dazu beitragen können, die medizinische Versorgung auch bei Katastrophen, Konflikten oder Versorgungsengpässen sicherzustellen. Im Fokus stehen praxisnahe Lösungsansätze für eine zukunftsfähige und widerstandsfähige Gesundheitsversorgung.
Teilnehmer*innen
- Dr. Peter Bradl | Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt, Forschungsprofessur Gesundheitlicher Bevölkerungsschutz, Direktor Institut Rettungswesen, Notfall- und Katastrophenmanagement (IREM)
- Prof. Dr.-Ing. Dieter Moormann | RWTH Aachen University, Institutsleiter am Institut für Flugsystemdynamik, Profilbereich Mobility & Transport Engineering (MTE)
- N.N.
15:00 Uhr
Pause | Technologieausstellung | Speeddating | Innovationspartnerschaften
16:00 Uhr
Startup Pitches
16:30 Uhr
Panels
4. Mobile Versorgung: Wie kommt Medizin zu den Menschen?
Moderation: Dr. Frederik Hirsch, umlaut telehealthcare GmbH
Thema
Die medizinische Versorgung steht unter Druck: demografischer Wandel, Fachkräftemangel und weite Wege bei knapper Zeit im Notfall erschweren insbesondere außerhalb der Ballungsräume den Zugang zu Gesundheitsleistungen. Wie erreichen wir Menschen dort, wo klassische Versorgungsstrukturen an ihre Grenzen stoßen, im Alltag und in der Krise? Das Panel zeigt, wie digitale und technische Innovationen diese Lücke schließen: von Telemedizin und Apps zur Alarmierung von Ersthelfer*innen im Notfall, bis hin zu neuen Lösungen für einen schonenden und effizienten Patient*innentransport. Das Panel diskutiert notwendige Rahmenbedingungen und die Frage, wie diese Innovationen sinnvoll in bestehende Strukturen integriert werden können.
Teilnehmer*innen
- Robert Beerwerth | Geschäftsführer upstair GmbH
- Dr.-Ing. Carina Barbosa Pereira | Docs in Clouds TeleCare GmbH
- N.N.
5. Grenzen überwinden: Gemeinsam krisenfest in der Euregio.
Moderation: Matthias Kindel | Deputy Director Euregio Maas-Rhein
Thema
Die Euregio Maas-Rhein hat in den letzten Jahren beeindruckende Arbeit geleistet, wenn es um grenzüberschreitendes Krisenmanagement geht. Doch die wirtschaftliche Zusammenarbeit bleibt zurück, obwohl Unternehmen selbst Teil der kritischen Infrastruktur sind. Gerade sie entscheiden in der Krise, ob die Versorgung weiterläuft: eine unterbrochene Lieferkette in Stolberg, Produktionsstillstand in Lüttich, ein nicht erreichbares Lager in Maastricht. Die Probleme sind grenzüberschreitend, doch die Krisenplanung endet oft am Werkstor. Das Panel diskutiert: Welche konkreten Schritte braucht es, damit Unternehmen in der Euregio in der Krise nicht nur Betroffene sind, sondern vorbereitet, vernetzt und handlungsfähig – als aktiver Teil der euregionalen Resilienz?
Teilnehmer*innen
- N.N.
Vorträge
Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in Krisen, Katastrophen und Konflikten – eine zentrale Herausforderung.
Dr. Barbara Kowalzik | Leiterin Gesundheitsamt Kreis Düren
Krankenkassen im Katastrophenfall – Was können sie leisten?
Heiko Jansen | Regionaldirektor Aachen – Düren – Heinsberg AOK Rheinland/Hamburg
17:30 Uhr
Keynote
Resilienz aus dem All: Was wir vom Astronautentraining für Krisen lernen können
Dr. Insa Thiele-Eich, Meteorologin, Wissenschaftlerin, Astronautin in Ausbildung
18:00 Uhr