JawBuddy ist eine App für die evidenzbasierte Selbsttherapie bei chronischem schmerzhaftem Zähneknirschen und CMD. Nutzer erhalten ein personalisiertes Programm aus physiotherapeutischen Übungen, Verhaltensinterventionen und Symptomtracking, das muskuläre, funktionelle und verhaltensbasierte Ursachen abdeckt. Computergestützte Bilderkennung unterstützt dabei sowohl die Symptommessung als auch die korrekte Übungsausführung.
Herausforderung/Potenzial der Gesundheitsbranche
Rund 8 Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischer craniomandibulärer Dysfunktion (CMD) mit Symptomen wie Kieferpressen, Kopfschmerzen, Migräne, Tinnitus und Schwindel. Die Versorgung ist fragmentiert: Schienen lindern Symptome, behandeln aber nicht die Ursache. Physiotherapie ist wirksam, aber Termine sind begrenzt und Wartezeiten lang. Betroffene warten oft Monate auf spezialisierte Behandlung oder erhalten keine strukturierte Nachsorge. Gleichzeitig zeigen Studien, dass evidenzbasierte Selbsttherapie mit Übungen zu messbaren Verbesserungen führt. Dieses Potenzial wird bisher kaum digital genutzt, obwohl Smartphones eine skalierbare Versorgung ermöglichen.
Die Lösungsidee von JawBuddy UG
JawBuddy richtet sich an zwei Zielgruppen: Betroffene mit chronischem Kieferpressen und CMD sowie Behandler (Zahnarztpraxen, Unikliniken, Physiotherapeuten), die ihren Patienten eine strukturierte Nachsorge anbieten wollen.
Die App kombiniert drei Ansätze in einer Anwendung:
1. Personalisierte physiotherapeutische Übungen, die auf Basis eines initialen Assessments zusammengestellt und fortlaufend angepasst werden.
2. Computergestützte Bilderkennung, die sowohl die Kieferöffnung als Symptomscore misst als auch die korrekte Übungsausführung in Echtzeit begleitet.
3. Verhaltenstherapeutische Module gegen unbewusstes Pressen und Knirschen im Alltag.
Im Bereich Digitalisierung ersetzt JawBuddy die rein analoge Versorgungskette durch ein skalierbares, datengestütztes Format. Betroffene können ihre Selbsttherapie unabhängig von Wartezeiten und Praxiskapazitäten durchführen, während Behandler den Verlauf ihrer Patienten nachvollziehen können. Die kontinuierliche Symptommessung per Kamera erzeugt erstmals longitudinale Verlaufsdaten, die sowohl die individuelle Therapiesteuerung als auch klinische Studien unterstützen.
JawBuddy ist bereits als MDR Class I Medizinprodukt im Markt und steht unmittelbar vor der ZPP-Zertifizierung als Präventionskurs, wodurch alle gesetzlich Versicherten eine Kostenerstattung erhalten. Selektivverträge mit gesetzlichen Krankenkassen befinden sich in ersten Verhandlungen.

Gesuchte Partner
Gesetzliche Krankenkassen:
Ein GKV-Partner sollte konkret einen Ansprechpartner auf Entscheiderebene im Bereich Versorgungsinnovation oder Selektivverträge einbringen. Ziel ist die gemeinsame Gestaltung eines Versorgungsprojekts oder Modellvorhabens, das JawBuddy als digitale Versorgungslösung für CMD-Patienten erprobt. Darüber hinaus wäre die Bereitschaft zur Erprobung einer Kostenerstattung ein zentraler Beitrag.
Uniklinik (MKG-Chirurgie/Zahnmedizin):
Der klinische Partner sollte Zugang zu einer CMD-Patientenkohorte ermöglichen, um Probanden für eine externe klinische Studie zu rekrutieren. Zudem wäre die Integration von JawBuddy in ein Pilotprojekt innerhalb der klinischen Versorgung wertvoll, etwa als digitale Nachsorge nach Schienentherapie oder MKG-Behandlung. Fachliche Begleitung bei der Definition von Studienendpunkten und klinischen Outcomes rundet den Beitrag ab.
Zahnarztpraxen (B2B2C-Vertriebspartner):
Zahnarztpraxen mit CMD-Schwerpunkt sollten die Bereitschaft mitbringen, JawBuddy als digitale Nachsorge in ihren Behandlungspfad zu integrieren und an Patienten weiterzuempfehlen. Konkret bedeutet das: Auslage von Informationsmaterial, aktive Empfehlung an CMD-Patienten und Feedback zur Praxistauglichkeit der Integration. Im Gegenzug profitieren Praxen von einer strukturierten Patientenversorgung zwischen den Terminen, einer höheren Therapietreue und der Entlastung von zeitintensiven CMD-Beratungen zugunsten profitablerer Behandlungen.