Am 25. November wurde das FIR-Konferenzzentrum in Aachen zu einem lebendigen Ort für Austausch, Inspiration und konkrete Ideen. Im Mittelpunkt der ersten Informationsveranstaltung stand die Frage, was Cross-Innovationen ausmacht, warum sie für die regionale Entwicklung relevant sind und wie sie gemeinsam in der Region vorangebracht werden können.
Den inhaltlichen Auftakt gestaltete Dr. Susan Stead (Time Research Area, RWTH Aachen). In ihrem Impuls verdeutlichte sie, dass erfolgreiche Cross-Innovationen vor allem eines erfordern: den konsequenten Abschied vom Silo-Denken und die aktive Gestaltung von Schnittstellen zwischen Disziplinen, Branchen und Akteur*innen. Interdisziplinäres und sektorenübergreifendes Denken sei entscheidend, um Innovationen mit nachhaltiger Wirkung zu ermöglichen.
Im anschließenden Gallery Walk wurde das Thema greifbar. Regionale Praxisbeispiele zeigten eindrucksvoll, wie Cross-Innovationen bereits heute umgesetzt werden:
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hiptron
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upstair
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Skellium
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C.I. Joe
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Millie
Darauf aufbauend zeigte Jeffrey Momoh (RWTH Innovation) auf, welche Rolle Start-ups als Übersetzer, Impulsgeber und Beschleuniger von Cross-Innovationen einnehmen können. Im anschließenden Fishbowl-Format ging die Veranstaltung in einen offenen Dialog über, der vielfältige Perspektiven aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis zusammenbrachte.
Aus den Diskussionen kristallisierten sich zentrale Erkenntnisse heraus:
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Der Wille, bestehende Silos aufzubrechen, ist vorhanden – es braucht jedoch geeignete Strukturen, um Zusammenarbeit nachhaltig zu erleichtern.
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Innovationen scheitern häufig nach der Pilotphase. Für den Übergang in die Umsetzung sind Förderinstrumente, funktionierende Transferwege und klare Verantwortlichkeiten notwendig.
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Schlüsselakteur*innen wie Politik, Regulierung und Kostenträger müssen frühzeitig eingebunden werden, damit Lösungen Wirkung entfalten können.
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Digitalisierung allein ist nicht ausreichend – entscheidend ist eine ganzheitliche Transformation.
Die Region Aachen bringt dafür hervorragende Voraussetzungen mit: starke Forschungseinrichtungen, innovative Unternehmen und eine dynamische Start-up-Landschaft. Nun gilt es, diese Potenziale noch enger zu vernetzen und gemeinsam in die Umsetzung zu kommen.
Wir danken allen Teilnehmenden herzlich für die engagierten Beiträge, den offenen Austausch und die wertvollen Impulse. Gemeinsam gestalten wir Cross-Innovationen für die Region von morgen.
📸 © Christian van’t Hoen