Medizinische Forschung und Gesundheitsversorgung profitieren davon, geschlechtsspezifische Unterschiede konsequent mitzudenken. Mit dem Nachwuchspreis für geschlechtersensible Medizin zeichnet das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) junge Wissenschaftler*innen aus, die mit innovativen Forschungsansätzen dazu beitragen, bestehende Wissenslücken zu schließen und eine stärker individualisierte Versorgung voranzubringen. Bewerbungen sind noch bis zum 17. August 2026 möglich.
Unter dem Titel „Mind the Gap“ richtet sich die Ausschreibung an Doktorand*innen und Postdocs, die bereits erste vielversprechende Forschungsleistungen im Bereich der geschlechtersensiblen Medizin vorweisen können und ein eigenständiges wissenschaftliches Profil entwickeln. Damit rückt eine neue Generation von Forschenden in den Blick, die medizinische Fragestellungen differenzierter betrachtet und neue Impulse für Forschung und Versorgung setzt.
Auch datenbasierte Methoden, Digitalisierung und KI eröffnen dabei neue Möglichkeiten, Unterschiede in Krankheitsverläufen, Diagnostik oder Therapien differenzierter zu untersuchen und Erkenntnisse für eine passgenauere medizinische Versorgung zu gewinnen.
Für die Bewerbung ist eine kurze Darstellung der Forschungsarbeit erforderlich, in der insbesondere die klinische Relevanz und das Potenzial des Projekts deutlich werden. Die Arbeit soll sich in einem etwa dreiminütigen Pitch präsentieren lassen. Zusätzlich ist ein Lebenslauf einzureichen.
Ausgezeichnet werden zwei Doktorand*innen und zwei Postdocs mit jeweils 5.000 Euro. Die Preisverleihung findet am 24. November 2026 im Rahmen des Fachsymposiums „Mind the Gap: Geschlechtersensible Medizin im Fokus“ in Berlin statt.
Bewerbungsschluss: 17. August 2026
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